Mogadischu - Kämpfen zwischen rivalisierenden Milizen sind im Nordosten Somalias innerhalb von zwei Tagen mindestens 110 Menschen zum Opfer gefallen. Wie ein Sprecher von Oberst Abdullahi Yussuf am Samstag mitteilte, töteten dessen Streitkräfte in der halbautonomen Region Puntland 99 Anhänger der Übergangsregierung in Mogadischu. Auch elf von Yussufs Soldaten seien umgekommen. Anderen Berichten zufolge wurden mindestens 35 Menschen getötet, darunter vier Zivilisten. Die Angaben wurden zunächst nicht von unabhängiger Seite bestätigt. Yussuf hat enge Verbindungen zu Äthiopien und lehnt es ab, die Übergangsregierung von Ministerpräsident Ali Khalif Gallayr anzuerkennen. Mit der Einsetzung eines Parlamentes und der Übergangsregierung vor zwei Jahren verbanden in Somalia viele die Hoffnung auf ein Ende von zehn Jahren Bürgerkrieg und Anarchie. Seit dem Sturz des Machthabers Mohammed Siad Barre im Jahr 1991 hatte das nordostafrikanische Land keine funktionierende Zentralgewalt mehr. (APA/AP)