Merkt der Chef oder die Chefin, wenn man im Büro private Daten auf dem Rechner speichert oder nicht-geschäftliche E-Mails verschickt? Die Zeitschrift PC-Welt ist dieser Frage in ihrer aktuellen Ausgabe nachgegangen und gibt Tipps zum Schließen von Lücken auf dem Büro-Computer.

Viele Fallen

Nach dem Bericht gibt es viele Fallen, die sich die Anwender selbst stellen. Wandern persönliche Informationen durch den Betrieb, liegt das selten an Überwachungstools, sondern mehr an unbemerkten oder vergessenen Freigaben für Dateien und Ordner. Unerwünschte Freigaben können per Rechtsklick mit der Maus auf den jeweiligen Ordner über "Freigabe und Sicherheit" abgeschaltet werden. Fehlt die Option, sind keine Freigaben eingerichtet.

Sinnvoll

Windows 2000 und XP zeigen aktuelle Freigaben unter "Arbeitsplatz/ Verwalten/ Freigaben" an. In der Regel ist es sinnvoll, wichtige Ordner nur schreibgeschützt oder mit Passwortschutz anzubieten. Eine Schreiberlaubnis ohne Passwort kann fatale Folgen haben. Bei allen Windows-Versionen hat der Anwender die Möglichkeit, dem Freigabenamen ein Dollar-Zeichen anzufügen. Diese Freigaben erscheinen dann nicht in der Netzwerkumgebung.

Offen wie ein Scheunentor

Offen wie ein Scheunentor steht der PC, wenn unter Windows 95, 98 und ME die "Remote-Administration" (unter "Systemsteuerung/ Kennwörter") aktiviert ist. Das bedeutet uneingeschränkten Schreibzugriff über das Netz auf alle Laufwerke, unabhängig von eventuell erteilten Freigaben, berichtet die PC-Welt. Weniger riskant ist die "Remote-Unterstützung" bei Windows XP, die über "Systemsteuerung/ System/ Remote" abgeschaltet werden kann.

Nicht zu verbergen

Während Daten auf dem lokalen Rechner vor fremden Blicken geschützt werden können, sind Aktivitäten im Netz nicht zu verbergen. Anmeldung am Server, Check des Mail-Postfachs, Internet-Zugang über ein Gateway – überall hinterlässt der PC seine IP-Nummer in den Logdateien. Welche Webseiten ein Anrufer abruft, ist dadurch für Administratoren leicht nachvollziehbar. (red)