Bregenz - Die Bürgermeister von 21 österreichischen Tourismusgemeinden verlangen auch künftig mindestens 8.000 Saisonniers im Gastgewerbe. Bei einer Kürzung "wäre das österreichweit sehr hohe Qualitätsniveau im Tourismus akut gefährdet", so die Bürgermeister am Montag in einer Aussendung. Eine Aufstockung dagegen wäre "ein wichtiger Schritt im Hinblick auf eine gut funktionierende Tourismuswirtschaft in Österreich". Die Bürgermeister von Gemeinden wie Flachau, Galtür, Ischgl, Kitzbühel, Lech oder St. Anton am Arlberg haben sich in einer Erfahrungsaustausch-Gruppe zusammen geschlossen. Sie befürchten, dass die 8.000 Arbeitsbewilligungen für Saisonniers, die derzeit allein dem Gastgewerbe zur Verfügung stehen, künftig auf alle Wirtschaftssparten aufgeteilt werden. "Dies wäre für die österreichische Tourismuswirtschaft absolut undenkbar, da mit einem Schlag ein Großteil aller ausländischen Arbeitskräfte nicht mehr zur Verfügung stehen würde", schreiben die Bürgermeister in einer Aussendung. Sie plädieren dagegen für eine Beibehaltung oder sogar eine Ausweitung der Zahl der Saisonniers. "Das hätte für die österreichischen Fachkräfte keine Auswirkungen, da diese, bedingt durch ihre hohe Qualifikation, meist Jahresstellen haben und oftmals als Saisonnier gar nicht zur Verfügung stehen." (APA)