Brüssel - Die Hitachi Ltd, Tokio, darf nach einer Entscheidung der Europäischen Kommission das Festplattengeschäft der IBM Corp, Armonk, übernehmen. Der Kauf behindere nicht den Wettbewerb, teilte die EU-Behörde am Montag mit. Hitachi werde damit zwar zum führenden Anbieter für Festplatten bei mobilen Anwendungen. Allerdings sei ein Marktzutritt für Konkurrenten wegen der besonderen Struktur des Marktes relativ leicht, wie es weiter hieß. Die Abnehmer von Festplatten würden ihren Bedarf aus vielen unterschiedlichen Quellen decken und wegen der geringen Umstellungskosten "rasch und häufig" den Lieferanten wechseln. Das IBM-Festplattengeschäft ist weiteren Angaben der Kommission zufolge vor allem auf Nordamerika und die Pazifik-Region konzentriert. Nach einer früheren Mitteilung der Unternehmen zahlte Hitachi für das IBM-Geschäft gut 2 Mrd. Dollar (derzeit 2,03 Mrd. Euro). Die IBM-Festplattensparte hatte 2001 einen Verlust vor Steuern von 423 Mill. Dollar verbucht. Auch im ersten Quartal 2002 musste der Geschäftsbereich einen Verlust von rund 92 Mill. Dollar verkraften. (APA)