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Vorderansicht des Vatikans in Rom. Drinnen harrte man der Reue der Priesterinnen, die diese aber nicht zeigten. Warum auch?
Foto: APA/dpa/Roessler
Vatikanstadt - Der Vatikan hat nun jene sieben katholischen Frauen, die Ende Juni bei einem kirchenrechtlich unerlaubten Ritus auf einem Donauschiff zu "Priesterinnen" geweiht wurden, exkommuniziert. Das entsprechende Exkommunikationsdekret wurde am Montag veröffentlicht. Die Zeremonie war vom Vatikan als ein "schwerer Verstoß" gegen die "göttliche Verfassung der Kirche" bezeichnet worden. Keine Reue Im Dekret, das vom Präsidenten der vatikanischen Glaubenskongegration Kardinal Joseph Ratzinger unterzeichnet ist, wirft man den sieben Frauen ein "gravierendes Delikt" gegen die Einheit der Kirche vor. Der Vatikan hatte die "Priesterinnen" aufgefordert, bis 22. Juli die Nichtigkeit der "Weihe" anzuerkennen. Zwei Wochen seien seit dem Ultimatum vergangen, doch die Priesterinnen hätten kein "Zeichen der Reue" gezeigt, heißt es. Daher seien die Frauen auf Grund des Kanons 1331 des kirchlichen Rechts exkommuniziert worden. Bei der Erfüllung dieses notwendigen Schritts vertraue die Glaubenskongregation darauf, dass die Betroffenen "zur Einsicht gelangen und den Weg zurück finden zur Einheit im Glauben und zur Gemeinschaft mit der Kirche, die sie durch ihr Handeln verletzt haben". Im Dokument erinnerte man außerdem, dass der "Bischof" der "katholisch-apostolischen charismatischen Kirche Jesus König" Romulo Braschi, der die Weihe zelebriert hatte, bereits exkommuniziert worden sei. (APA)