Bregenz - In Vorarlberg, das beim Abfangjäger-Volksbegehren eine überdurchschnittliche Beteiligung aufwies, gab es unterschiedliche politische Reaktionen. Landeshauptmann Herbert Sausgruber (V), der am Dienstag wegen des Regenwetters den Urlaub unterbrach und im Büro saß, sprach auf APA-Anfrage von einer "beachtlichen Beteiligung im guten Mittelfeld", nun werde sich der Nationalrat mit dem Thema befassen müssen. Er selbst habe das Volksbegehren nicht unterzeichnet (ÖVP-LR Manfred Rein hat in Dornbirn unterschrieb, Anm.) und werde von der Bundesregierung auch keine Volksabstimmung verlagen, wies Sausgruber entsprechende Appelle der Vorarlberger Opposition zurück. Der stellvertretende FPÖ-Bundesobmann Hubert Gorbach meinte, "das respektable Ergebnis ist zu respektieren". Allerdings bemängelte der freiheitliche Landesobmann und Landesstatthalter Gorbach in einer Aussendung, "dass leider mit wenig und zudem falschen Informationen seitens der Betreiber operiert wurde". SPÖ-Sicherheitssprecher LAbg. Elmar Mayer und Grünen-Vorstandssprecher LAbg. Johannes Rauch haben sich für eine Volksabstimmung gegen den Kauf von Euro-Fightern ausgesprochen und forderten Sausgruber sinngemäß auf, sich in Wien ebenso vehement dafür einzusetzen, wie gegen die Zwangsdarlehen der Gebietskrankenkasse. Diese Themen seien nicht vergleichbar, lehnte Sausgruber das Ansinnen ab.(APA)