Wien - "Ältere Menschen sind in ihrer Bewegungsfreiheit oftmals eingeschränkt, deshalb sollte gerade dieser Personengruppe der Zugang zum orts- und zeitunabhängigen Medium Internet erleichtert werden", erörterte SPÖ-SeniorInnensprecher Helmut Dietachmayr am Dienstag seine Forderung "Internet für SeniorInnen". Erleichterung der Alltagsprobleme Dietachmayr kritisierte die Ausdünnung des ländlichen Raumes durch die Bundesregierung: "Die Zahl der Postämter soll von derzeit 1700 auf 600 reduziert werden - von dieser Schließung der Nahversorgungseinrichtungen sind gerade SeniorInnen besonders betroffen." Aufgrund der Möglichkeiten, die das Internet derzeit biete, könnte dieses Problem entschärft werden, so Dietachmayr weiter - schließlich könne man bereits den Zahlungsverkehr und verschiedene andere Dienstleistungen bis hin zur Lebensmittelversorgung durch Hauszustellung online erledigen. Hemmungen abbauen - Kurse aufbauen "Als ersten Schritt müssen wir die speziellen Bedürfnisse der SeniorInnen in diesem Bereich erfassen", führte Dietachmayr weiter aus. Der SPÖ-Mandatar forderte spezielle Internetschulungen für SeniorInnen, da diese in den meisten Fällen aufgrund der hohen Lerngeschwindigkeit "Hemmungen haben, an allgemeinen Kursen teilzunehmen". Darüber hinaus müsse der Ausbau der Infrastruktur durch die öffentliche Hand forciert werden - speziell Gemeindeämter, Seniorenzentren und gemeinnützige Treffpunkte sollten mit Internetzugängen ausgestattet werden. "Ältere Menschen sollen natürlich auch die Möglichkeit bekommen, die in diversen Schulungen erworbenen Kenntnisse, zu üben", unterstrich der SPÖ-SeniorInnensprecher seine Forderung. Öffentliche Internet-Terminals in der Nähe von Supermärkten könnten speziell für Frauen, die noch immer den Großteil der Einkäufe erledigen, neue Möglichkeiten bieten. Kostenvergünstigungen Um diese Vorstellungen umzusetzen sollten die Herstellungskosten und Nutzungsgebühren wesentlich verbilligt werden, denn "ältere Menschen verfügen oft nur über eine kleine Pension, die nicht ausreicht, um die hohen Kosten für einen Internetzugang abzudecken", meinte Dietachmayr. Konkret könne man die Kostenvergünstigungen bei den Gebühren nach Einkommensgröße staffeln. Eine weitere politische Forderung ist die Einführung von Sondertarifen für PflegegeldbezieherInnen. (red)