Accra - Nach einer rätselhaften Serie von Morden an Frauen, die Menschen in dem westafrikanischen Staat Ghana über Jahre in Angst und Schrecken versetzt hatte, ist es am Mittwoch zu einem ersten Gerichtsurteil gekommen. Wegen des Mordes an seiner Ex-Freundin in 1996 ist ein 34-jähriger Mann von einem Gericht in der Hauptstadt Accra zu Tode verurteilt worden. Der Täter soll bei seiner Vernehmung durch die Polizei acht weitere Morde an Frauen in Accra und Kumasi, die zweitgrößte Stadt des Landes, zugegeben haben. Viele der 30 Mordfälle innerhalb von drei Jahren sind noch ungeklärt. Opfer waren zumeist mittellose Frauen, die am Straßenrand und im Gebüsch oft bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt aufgefunden wurden. Wegen der schleppenden Ermittlungen wurden die Morde im Wahlkampf des vergangenen Jahres zum Politikum und hätten den Polizeichef fast sein Amt gekostet. (APA/dpa)