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Rom - Italienische Kinder im Urlaub sind der Albtraum von Hoteliers und Mitreisenden. Ihr schlechtes Benehmen wird in vielen Reiseländern gefürchtet, so das Ergebnis einer in mehreren europäischen Ländern durchgeführten Studie. Die in Italien vergötterten "Bambini" sind im Ausland ein Schreckgespenst für Hoteliers, Fluggesellschaften und Urlauber. 39 Prozent der in ganz Europa befragten Urlauber, Reiseveranstalter und Hoteliers sind der Ansicht, dass man den italienischen Kindern am besten aus dem Weg geht. 26 Prozent der Befragten meiden lieber die Kinder aus Frankreich. Auch spanische und amerikanische Kinder sind nicht besonders beliebt. Am angenehmsten sind laut der Umfrage schwedische, englische, deutsche und Schweizer Minderjährige. Den italienischen Kindern wird vorgeworfen, im Flugzeug nicht still zu sitzen, zu häufig zu weinen und zu laut zu sein, heißt es in der Studie des italienischen Forschungsinstituts Ipsa. In Hotels seien sie als die "schlimmsten Gäste" bekannt und würden von Hotelangestellten und anderen Gästen gleichermaßen gemieden. 32 Prozent der Befragten beschwerten sich über den unerträglichen Lärm der italienischen Nachwuchsreisenden, 29 Prozent behaupteten, die Quälgeister würden mit dem Hotel-Fahrstuhl spielen, und immerhin 20 Prozent verdächtigen sie, die Klimaanlage und anderes elektrisches Gerät außer Betrieb gesetzt zu haben. Am Strand werden die italienischen Kinder beschuldigt, mit Vorliebe mit dem Ball auf andere Leute zu schießen oder ihnen Sand in die Augen zu werfen. Auch im Restaurant sind die kleinen Südländer laut dieser Umfrage unbeliebt. "Sie laufen ohne Unterlass zwischen den Beinen der KellnerInnern umher, machen die Servietten schmutzig und essen mit den Fingern." (APA/red)