Wien - Bei der Errichtung der Lkw-Maut in Österreich werden nun auch Firmen der bei der Ausschreibung unterlegenen Konsortien eingebunden. So hat die Baugesellschaft Strabag, die zusammen mit Raiffeisen und der Schweizer Fela gegen die siegreichen italienischen Autostrade angetreten ist, den Zuschlag zur Errichtung der knapp 800 Mautbalken erhalten. Auftragswert: 60 Mio. Euro.Die Strabag tritt als Subunternehmer der Kapsch AG auf, die ihrerseits für rund 200 Mio. Euro die technische Ausrüstung für die Mauterfassung liefert. So gut wie fix ist auch die Einbindung von Raiffeisen in das Mautprojekt. Das Raiffeisen Informatik Zentrum (RIZ IT) habe die besten Karten bei der anstehenden Auftragsvergabe zur Errichtung eines zentralen EDV-Systems, hört man. Die Mautzentrale wird in Wien stehen; dort sollen ab dem Start des Lkw-Roadpricing Anfang 2004 die Mautdaten aus ganz Österreich erfasst und verarbeitet werden. Gespräch mit Siemens Gespräche über Subaufträge gibt es dem Vernehmen nach auch mit Siemens, die sich zusammen mit Porr, OMV und Kronen Zeitung in einem eigenen Konsortium um den 350 Mio. Euro schweren Auftrag bemüht hatten. Auch DaimlerChrysler, die mit Deutscher Telekom, Cofiroute und steirischer Efkon in einem Boot waren, darf sich noch Hoffnung auf Aufträge machen. Die Maut wird, wie berichtet, durchschnittlich 20 Cent pro Kilometer betragen. Zur kasse gebeten werden alle Lkw über 3,5 Tonnen. (stro, DER STANDARD, Printausgabe 9.8.2002)