Wien - Der ehemalige PVA-Vizegeneraldirektor und Ex-FP-Abgeordnete Reinhart Gaugg befindet sich in den USA, in Österreich werden nun die Hintergründe dieser Reise recherchiert. Das "Format" und die Grünen fanden heraus, dass das Büro von Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (F) die Gaugg-Reise zwar nicht bezahlt, aber organisiert hat. Für den Grünen Abgeordneten Werner Kogler ergeben sich daher einige Fragen rund um das "Fluchthilfe-Ministerium". Im "Hilton Fontainebleau Resort", in Miami Beach, sei Gaugg "untergetaucht", berichtet das Magazin in seiner neuesten Ausgabe. Per Fax habe Gaugg der PVA seine Krankenstandsmeldung geschickt und um Auflösung des Dienstverhältnisses ersucht. Vergangenen Montag buchte die Terminsekretärin der Vizekanzlerin im Wiener Verkehrsbüro für Gaugg und seine beiden Kinder den zweiwöchigen US-Trip und holte die Tickets. Bezahlt wurden sie mit Gauggs Kreditkarte, die Rechnung erging an Gauggs private Adresse. Stellungnahme aus dem Büro von Vizekanzlerin Riess-Passer: "Das war ein privater Freundschaftsdienst". Für den Vorsitzenden des parlamentarischen Rechnungshof-Ausschusses, Kogler, mutiert somit "das Amt von Vizekanzlerin Riess-Passer zum Fluchthilfe-Ministerium für gestrandete Blaue". Gegen Hilfe sei nichts einzuwenden - aber habe es ausgerechnet das Büro der Vizekanzlerin sein müssen? Diese habe jetzt "enormen Aufklärungsbedarf rund um die geheime Kommandosache Gaugg": Wie viele Personen des öffentlichen Dienstes waren für die Buchungsabwicklung beschäftigt? Wer kommt für die Kosten auf? Gibt es privilegierte Sonderkonditionen, wie sonst üblich bei Buchungen, die von öffentlichen Stellen der Republik über das Verkehrsbüro gebucht werden? (APA)