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In Bedrängnis: Lifestyle-Diva Martha Stewart.

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New York/Wien – Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, haben die US-Ermittlungsbehörden eine weitere Zeugin gegen die in einen Insiderhandel-Skandal verwickelte Lifestyle-Diva Martha Stewart gefunden. Eine Freundin der Unternehmerin habe sich bereit erklärt mit den Behörden zu kooperieren, schreibt die Zeitung. Insiderhandel Stewart wird vorgeworfen im vergangenen Dezember Aktien des US-Pharmaunternehmens ImClone im Wert von 227.000 Dollar (232.000 Euro) verkauft zu haben, nachdem sie von dem mit ihr befreundeten früheren ImClone-CEO Sam Waksal vertrauliche Informationen über die Nichtzulassung eines Medikaments erhalten hat. Waksal, der sich damals ebenso von einem üppigen Aktienpaket trennte, wurde am Mittwoch wegen Insiderhandels, Justizbehinderung, Bankbetrug und Meineides angeklagt. Ihm drohen im Falle eines Schuldspruchs allein für Bankbetrug 30 Jahre Gefängnis. Stewart muss im Falle eine Verurteilung mit einer Haftstrafe von fünf bis zehn Jahren rechnen. Stop-Loss-Order Stewart hatte in den vergangenen Wochen mehrmals behauptet, bei der Aktientransaktion habe es sich um eine Stop-Loss-Order gehandelt. Sie habe lediglich ihren Broker angewiesen die Aktien beim Unterschreiten eines bestimmten Kurses zu verkaufen. Klage Der Aktienkurs der von Stewart geleiteten Martha Stewart Living Omnimedia Inc. ist seit bekannt werden der Affäre um mehr als 50 Prozent gefallen. Ein Aktionär des Unternehmens zog Anfang August gar vor Gericht um die massiven Verluste von Stewart einzuklagen. Martha Stewart Living Omnimedia Inc. gibt Magazine und Ratgeber für Heim, Küche und Garten heraus und mischt auch am Haushaltsgerätemarkt mit. Das US-Magazin „Newsweek“ titulierte die nun ins Zwielicht geratene Unternehmerin, daher als „Hohepriesterin der Häuslichkeit“. (red)