Palma de Mallorca/Barcelona - Die Unwetter in weiten Teilen Europas haben am Samstag auch im Nordosten Spaniens für Überschwemmungen gesorgt. Auf der Ferieninsel Mallorca standen nach Wolkenbrüchen, Hagelschauern und Gewittern zahlreiche Straßen und Tiefgaragen unter Wasser. An der Costa Brava und anderen Teilen der Mittelmeerküste herrschte mit Wind und Schauern ein typisches Herbstwetter. Dabei gilt der 10. August ("San Lorenzo") in Spanien normalerweise als der heißeste Tag des Jahres. Für Sonntag sagten die Meteorologen einen Temperatursturz um bis zu zehn Grad voraus. In den Pyrenäen wurden Schneefälle oberhalb von 1.800 Metern erwartet. Strandpromenade überschwemmt Auf Mallorca war in der Urlauberhochburg S'Arenal um die bekannte Strandbar "Ballermann" die Strandpromenade überschwemmt. Touristen wateten bis zu den Knien durch das Wasser. Am stärksten waren die Kleinstädte Llucmajor und Felanitx östlich der Inselhauptstadt Palma betroffen. In Llucmajor fielen 72 Liter Regen pro Quadratmeter. Menschen kamen nach Angaben der Behörden bei den Unwettern nicht zu Schaden. Nach Angaben von Meteorologen ist dieser Sommer auf Mallorca der regenreichste seit fast 50 Jahren. Schon im Juli war um 30 bis 40 Prozent mehr Regen gefallen als normal. (APA)