Wien - Attila Karabece ist nicht nur Trafikant und Hundehalter, sondern auch Besitzer einer Jahreskarte der Wiener Linien. Aber sogar wenn er am 6. August auf der Linie 48A "schwarz" gefahren wäre, hätte er jenen Wutanfall bekommen, der nun die Wiener Linien beschäftigt. Er sei mit seinen Hunden (mit Beißkorb und Leine ) im Bus gefahren, als eine Frau mit Kinderwagen einstieg - und sich nicht an den Hunden vorbei auf den Kinderwagenplatz getraut habe. Karabece ("Ich will meine Hunde niemandem aufzwingen") wich aus, niemand hatte ein echtes Problem - nur dem Fahrer ging das nicht flott genug: "Ich weiß nicht, warum allweil die Tschuschen vor den Hunden Angst haben", soll er, so Karabece, die kopftuchtragende Frau angefahren haben. Karabece explodierte, ein paar andere Fahrgäste mit ihm - die beschimpfte Mutter war zu eingeschüchtert, um etwas zu sagen. Tags darauf beschwerte sich der Trafikant bei den Wiener Linien. Seitens der Wiener Linien heißt es dazu, der Fall würde "natürlich geprüft, wir müssen natürlich auch die Version des Fahrers anhören". Sollten die Vorwürfe stimmen, "erübrigt sich jeder Kommentar. Das hat dann disziplinäre Konsequenzen." (rott/DER STANDARD, printausgabe 10./11.08.2002)