Laibach/Zagreb - Zwischen Slowenien und Kroatien verschärft sich der Streit um den Verlauf der Seegrenze in der Adriabucht von Piran. Erstmals kam es am Samstag zu einer Konfrontation zwischen Beamten der Küstenwachen beider Staaten, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA meldete. Nach kroatischen Angaben war ein slowenisches Schiff in kroatische Hoheitsgewässer eingedrungen. Der Fischer rief die Küstenpolizei seines Landes zur Hilfe, weil er sich nach eigenen Angaben 2,5 nautische Meilen (4,6 Kilometer) innerhalb des eigenen Gebiets befand. Während die kroatische Polizei eine Beschlagnahme des Bootes androhte, warnten die slowenischen Beamten, dies werde unterbunden. Die kroatische Küstenwache habe in dem Seegebiet keine Machtbefugnisse. Seit der Selbstständigkeit der beiden früheren Teilrepublik Jugoslawiens im Jahr 1991 konnten sich Laibach und Zagreb nicht über den Verlauf der Grenzlinie in der Bucht einigen. In den vergangenen Tagen gab es mehrere Zwischenfälle mit Fischerbooten. (APA/dpa)