Seoul/Neu Delhi - Heftige Unwetter mit wolkenbruchartigen Regenfällen und Überschwemmungen haben in Südkorea in der vergangenen Woche eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Nach Angaben des Amts für Katastrophenschutz in Seoul erhöhte sich die Zahl der Toten und Vermissten bis zum Sonntag auf mindestens 31. Die Mehrzahl der Opfer kam bei Erdrutschen ums Leben. Am Samstag starben vier Jugendliche nahe der Stadt Busan, als vom Regen aufgeweichte Erdmassen auf ein vierstöckiges Heim für behinderte Kinder stürzte. Nach Polizeiangaben konnten sich die Opfer nicht selbst bewegen. Sieben Heimbewohner wurden verletzt. Im Industrieviertel der Stadt konnten 18 Arbeiter zum Teil unverletzt aus einem eingestürzten Fabrikgebäude gerettet werden; ein Mann wurde noch vermisst. Nach einer Woche Dauerregen ließen die Niederschläge nach Mehr als 4.000 Menschen mussten am Wochenende in den vom Unwetter am stärksten betroffenen Gebieten im Süden des Landes in Sicherheit gebracht werden, nachdem der Fluss Naktong über die Ufer getreten war. Zahlreiche Straßen und Felder standen unter Wasser. Nach einer Woche Dauerregen ließen die Niederschläge nach Angaben des Wetteramts am Sonntag nach. Staatspräsident Kim Dae Jung ordnete eine sofortige finanzielle Hilfe für den betroffenen Familien an. In Indien stieg Opferzahl auf 446 In Indien stieg am Wochenende die Zahl der Menschen, die durch Hochwasser und Erdrutsche ihr Leben verloren, auf 446 an. Zwischen 11 und 20 Menschen wurden nach Medienberichten in einer Gegend des nordindischen Bundesstaates Uttaranchal von den Fluten fortgeschwemmt, die zuvor lange unter Dürre gelitten hatte. Die meisten Toten hat mit 221 Opfern der östliche Bundesstaat Bihar zu beklagen. Dort sind die Menschen von mehr als 7.000 Dörfern auf einer Fläche von einer Million Hektar betroffen. Mehr als 100.000 Häuser seien durch die Monsunfluten zerstört, schätzte die Regierung des Bundesstaates. Allerdings zeichne sich allmählich eine Besserung ab.(APA)