Moskau - Aus Sorge vor einem weiteren Unwetter haben die Behörden an der südrussischen Schwarzmeerküste am Mittwoch Badestrände und Zeltplätze räumen lassen. Es würden "außergewöhnliche Maßnahmen" zum Schutz der Anrainer und Urlauber getroffen, teilte der Zivilschutz in der Stadt Noworossijsk mit. Das örtliche Wetteramt warnte für Mittwochnacht und Donnerstag vor einem Wirbelsturm an Russlands beliebtester Ferienküste. Nach den schweren Unwettern der vergangenen Woche stieg die Zahl der geborgenen Todesopfer am Mittwoch auf 62. Mindestens 15 Menschen würden noch vermisst, erklärten die russischen Behörden. Nach schwersten Regenfällen hatten am vergangenen Donnerstag Sturzbäche aus dem angrenzenden Kaukasusgebirge Menschen, Häuser, Zelte und Autos mit sich gerissen und in das Meer gespült. Nach inoffiziellen Angaben kamen sogar mehr als 100 Touristen und Anwohner ums Leben. Die russische Justiz eröffnete am Mittwoch Strafverfahren gegen die Besitzer von Sanatorien und Ferienheimen der Region, die unter Verletzung aller Bauvorschriften errichtet worden seien. (APA/dpa)