Rom - Die Zahl der straffälligen Einwanderer, die in Italien seit dem Amtsantritt des italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi im Juni 2001 ausgewiesen wurden, ist deutlich gestiegen. Wie aus den vom römischen Innenministerium veröffentlichten Daten hervorgeht, wurden zwischen Juni 2001 und Juni 2002 84.622 straffällige Ausländer ausgewiesen. Dies entspricht einem 29,16-prozentigen Anstieg gegenüber des Vergleichszeitraums Juni 2000-Juni 2001. Die Zahl der Immigranten, die per Schiff die italienischen Küsten erreicht haben, stieg in einem Jahr um 6,27 Prozent auf 23.619 Personen. Die Polizei konnte wesentlich mehr Mitglieder internationaler Schieberorganisationen festnehmen, die die illegalen Einwanderer nach Italien schleusen. Zwischen Juni 2001 und Juni 2001 wurden 318 Personen verhaftet, was einem 52,88-prozentigen Wachstum entspricht. Beschlagnahmt wurden außerdem 257 Motorboote und Schiffe, die für den illegalen Menschenhandel verwendet wurden. Die Mitte-Rechts-Koalition, die im Juni ein strenges Immigrationsgesetz verabschiedet hat, hofft, dass die neuen Maßnahmen zu weiteren Resultaten im Kampf gegen die illegale Einwanderung führen werden. Erstmals wird dagegen in Italien auch die Marine eingesetzt. Von allen Einwanderern außerhalb der EU soll ein digitaler Fingerabdruck erfasst werden, wenn sie eine Aufenthaltserlaubnis beantragen oder verlängern wollen.(APA)