Seit dem 11. September hat das Thema Sicherheit, vor allem im IT-Bereich einen neuen Stellenwert eingenommen. Im Segment Fingerabdruckerkennung kommen derzeit verstärkt chipbasierte Systeme auf den Markt und treten in Wettbewerb mit den bisher eingesetzten optischen Sensoren. Die neue Technologie verspricht ein erhebliches Einsatzpotenzial, wie aus einer Studie der internationalen Unternehmensberatung Frost & Sullivan hervorgeht. Wurden im Jahr 2001 weltweit lediglich 5,1 Millionen Dollar Umsatz erzielt, so können die Anbieter im Jahr 2006 mit mehr als 424 Milionen Dollar rechnen. Der große Boom soll 2003 einsetzen. Im kommenden Jahr, sowie im Jahr darauf, werden dreistellige Wachstumsraten vorausgesagt. Vom Handy bis zum Auto Gerade die Anwendung in Mobiltelefonen scheint ein lukrativer Einsatzbereich zu sein, da in Zukunft verstärkt finanzielle Transaktionen über diese Geräte getätigt werden sollen und die benötigten Chips klein und preisgünstig sind . Die kleinen, auf einem Chip mit entsprechender Schutzfolie aufgebrachten Sensoren können dabei unauffällig in moderne Designs integriert werden. Als weiteres wichtiges Einsatzfeld gelten Computernetzwerke und PCs. Hier können die Fingerabdruckchips in Tastaturen oder Mäuse eingebaut werden und würden eine erheblich höhere Sicherheit als einfache Passwort-Abfragen garantieren. Auch in Geldautomaten und in Automobilen könnten die biometrischen Systeme - dank zweifelsfreier Identifizierung der Nutzer - für mehr Sicherheit sorgen. Im bisher bedeutendsten Absatzmarkt für Fingerabdrucksysteme, dem Segment Zugangs- und Anwesenheitskontrolle greifen die Größen- und Kostenvorteile nicht unbedingt. Hier sehen die Analysten einen harten Konkurrenzkampf mit den Anbietern der bisher gebräuchlichen optischen Systeme voraus. Die "Großen" haben besser Karrten Große Chiphersteller wie Infineon Technologies und ST Microelectronics konkurrieren in diesem Marktsegment gegen Spezialanbieter wie AuthenTec. Im Jahr 2001 konnte AuthenTec mit 26,7 Prozent Umsatzanteil die Marktführerschaft erlangen. Knapp dahinter mit 25,5 Prozent folgte ST Microelectronics vor Infineon Technologies (19,3 Prozent) und Atmel Corporation (19,2 Prozent). Die verbleibenden 9,3 Prozent verteilten sich auf die Unternehmen Ethentica, Fingerprint Cards, Fujitsu Microelectronics, Sony und Veridicom. Laut Frost & Sullivan sind die großen Chiphersteller am besten positioniert. Sie verfügen über ausreichende finanzielle Ressourcen und entsprechendes Know-how. Zudem können sie auf eine Integration der Fingerabdruckchips in andere Systeme wie Smart Cards hinarbeiten. (pte)