Washington - Die USA wollen am Jahrestag der Anschläge vom 11. September ein neues Überwachungssystem zur Überprüfung ausländischer Besucher einführen. Das teilte das US-Justizministerium am Montag mit. Der US-Kongress hatte nach den Pannen im Zusammenhang mit den Terroranschlägen gefordert, bis zum Jahr 2005 die jährlich rund 35 Millionen Besucher der USA registrieren zu lassen. Einreisende, die nach den Worten von US-Justizminister John Ashcroft "ein Problem für die nationale Sicherheit darstellen", werden künftig an der Grenze fotografiert und müssen Fingerabdrücke abgeben. Das System soll zunächst während einer 20-tägigen Versuchsphase an einigen ausgewählten Häfen, Flughäfen und Grenzstationen getestet werden. Anfang Oktober soll es dann landesweit einsatzbereit sein. In dem Zentralregister erfasste Besucher, die länger als 30 Tage in den Vereinigten Staaten bleiben, müssen sich dann regelmäßig bei der Einwanderungsbehörde melden. Besucher aus dem Iran, Irak, Libyen, Sudan und Syrien - neben Kuba und Nordkorea stehen diese Länder auf einer US-Liste von Unterstützern terroristischer Aktivitäten - müssen sich den Kontrollen in jedem Fall unterziehen. Eine weitere Überprüfung bei der Ausreise soll der Behörde helfen, die Überschreitung von Visafristen zu kontrollieren. (APA)