Wien - Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ist im Juli nach einem Rekordhoch im Vormonat saisonbedingt auf 209.368 zurück gegangen. 58.555 Männer und 150.813 Frauen waren geringfügig beschäftigt, geht aus den jüngsten Daten des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger hervor. Dazu kommen noch 25.168 so genannte Freie Dienstverträge im Mai. Hier lautet die Aufteilung 12.736 Männer und 12.432 Frauen. Der Freie Dienstnehmer gilt in der Sozialversicherung zwar als Unselbstständiger, aber in allen anderen Bereichen als Selbstständiger. Das heißt, im steuerlichen Bereich ist er einkommenssteuerpflichtig, im Arbeitsrecht gelten überhaupt keine Normen, er hat keinen Urlaubsanspruch, keinen Abfertigungsanspruch und keinen Entgeltfortzahlungsanspruch im Krankheitsfall. 1998 wurden geringfügig Beschäftigte in die Sozialversicherung aufgenommen. Sie können selbst entscheiden, ob sie Sozialversicherungsbeiträge bezahlen wollen oder nicht. Für den Dienstgeber ist die Entrichtung von Sozialversicherungsbeiträgen dann Pflicht, wenn er mehrere geringfügig Beschäftigte angestellt hat, die zusammen mehr als das Eineinhalbfache der Geringfügigkeitsgrenze (derzeit 301,54 Euro/4.149,28 Schilling) verdienen. (APA)