Klagenfurt/Zürich - Die an der Zürcher Börse (SWX) notierende SEZ-Gruppe mit dem operativen Sitz in Villach hat im ersten Halbjahr 2002 einen Verlust von 2,1 Mill. Franken (1,4 Mill. Euro) eingefahren. Das sind 0,16 Franken (0,10 Euro) pro Aktie. Der konsolidierte Nettoumsatz ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um mehr als 35 Prozent auf 96,6 Mill. Franken (65,8 Mill. Euro) zurückgegangen. Dies wurde am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Zürich mitgeteilt. Der Einbruch des Betriebsgewinns vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 37,7 Mill. Franken (24,6 Mill. Euro) im ersten Halbjahr 2001 auf nur noch 3,0 Mill. Franken (2,0 Mill. Euro) gehe auf Investitionen in neue Technologien und Märkte sowie auf die Stärkung der operativen Struktur zurück, hieß es. Auftragseingänge höher Die positive Nachricht: Der Auftragseingang in den ersten sechs Monaten des heurigen Jahres ist gegenüber 2001 um drei Prozent auf 108,8 Mill. Franken (74,1 Mill. Euro) gestiegen. Der Auftragsbestand zum 30. Juni hat sich um 25 Prozent auf 59 Mill. Franken (40,1 Mill. Euro) verbessert. Die SEZ-Gruppe hat im ersten Halbjahr Volumenaufträge sowohl aus dem asiatisch-pazifischen Raum als auch aus den USA erhalten. Mehr als 40 Prozent dieser Aufträge entfallen auf Anlagen zur Bearbeitung von 300-Millimeter-Wafern. Im Juli d.J. gab es Aufträge für mehrere Spin-Prozessor-Systeme u.a. von einem bedeutenden europäischen Konsortium und einem bedeutenden japanischen Mikrochiphersteller. Das Unternehmen erwartet, dass sich der Markt für Halbleiter-Equipment frühestens im vierten Quartal erholen wird. Eine zuverlässige Prognose sei kurzfristig jedoch nicht möglich. Im ersten Quartal hatte SEZ einen Gewinn von 3 Mill. Franken (2,0 Mill. Euro) ausgewiesen. Die SEZ-Gruppe ist führender Anbieter von Systemen zur nasschemischen Bearbeitung von Wafer-Oberflächen für die Halbleiterindustrie. SEZ verfügt über Niederlassungen in Europa, Asien und Nordamerika. Die Holding ist seit 1996 an der Schweizer Börse SWX notiert. (APA)