Eigentlich suchte er ja nur ein Exemplar des legendären "Wörterbuchs der Küchenkunst" von Alexandre Dumas auf Deutsch, erzählt Michael Baiculescu. Da die Suche erfolglos blieb, begannen er und seine Frau Veronika mit der Übersetzung des eigenwilligsten Werkes des großen Romanciers und fanatischen Essers. Das Problem seien die vielen Spezialbegriffe gewesen, meint Baiculescu, die auch in der französischen Literatur immer nur abgeschrieben wurden, "und von denen die Franzosen eigentlich selbst nicht so recht wissen, was sie bedeuten". Das Ehepaar forschte jedenfalls zwei Jahre in antiquarischen Kochbüchern und auf französischen Märkten, voriges Monat erschienen dann 1300 Exemplare des dreibändigen Wörterbuches, von Aal bis Zwiebelsuppe mit Milch, und von Regenpfeifer mit Trüffeln, Schildkrötensuppe, Seeigel-Eier und Aspik aus Hahnenkämmen - ohne Bilder, da "möglichst authentisch als kulturhistorisches Werk". (derStandard/rondo/floh/16/8/02)