Wien - Die EU braucht klar definierte Ziele und Maßnahmen für den Nachhaltigkeitsgipfel von Johannesburg hieß es in einer Aussendung der Umweltschutzorganisation Global 2000. "Die EU-Umweltminister müssen beim Nachhaltigkeitsgipfel die Vorreiterrolle übernehmen", forderte Global-Landwirtschaftsexpertin Iris Strutzmann. Nur mit einem ausreichenden finanziellen Rahmen könne Johannesburg ein Erfolg werden. Wegen des fehlenden Geldes seien die Vereinbarungen von Rio zum großen Teil nicht umgesetzt worden. Ein Knackpunkt bei der Konferenz könnten verbindliche Vereinbarungen für die Wirtschaft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sein, so die Umweltorganisation. Besonders bei der Gentechnik könnte die EU ihr blaues Wunder erleben. Laut Strutzmann wollen die USA das Thema Gentechnik in Johannesburg massiv "pushen". Dabei habe diese mit Nachhaltigkeit nichts zu tun. Auch Atomtechnik dürfe überhaupt nicht vorkommen. Auch innerhalb der EU gibt es laut Global 2000 widersprüchliche Positionen, welche Technologien umweltfeindlich sind. Gestern hatte die EU-Kommission ein eindeutiges Ja zur Atomtechnologie im Rahmen der EU-Nachhaltigkeitsstrategie für Johannesburg ausgesprochen. Dies stehe im krassen Widerspruch zur generellen Haltung der Mitgliedstaaten. (APA)