London - Einige der Auflagen für Tiertransporte, die nach Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Großbritannien im vergangenen Jahr verhängt worden waren, werden ab dem 6. September aufgehoben. Wie die britische Regierung am Mittwoch in London mitteilte wird dann beispielsweise für den Transport von Schafen und Ziegen keine Erlaubnis mehr erforderlich sein. Das bisherige 20-tägige Transportverbot für den gesamten Viehbestand nach Ankunft eines neuen Schafes oder Rindes werde ebenfalls gelockert, sofern die neuen Tiere vorerst isoliert gehalten werden. Agrarminister Elliot Morley sagte, andere Auflagen würden noch bis ins kommende Jahr hinein gelten, darunter eine Regelung, wonach Tiere an jedem neuen Ort eine bestimmte Zeit bleiben müssen. In dieser Zeit könne eine eventuelle Krankheit entdeckt und so ihre Verbreitung eingedämmt werden. Weitere Entscheidungen sollen Morley zufolge erst Ende des Jahres getroffen werden, wenn die Regierung das Risiko vollständig einschätzen könne. Nachdem in Großbritannien im Februar vergangenen Jahres die hochansteckende Maul- und Klauenseuche (MKS) ausgebrochen war, waren Viehmärkte und Lebendtiertransporte deutlich eingeschränkt worden. Erst im Jänner hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Land für MKS-frei erklärt. Die Seuche betraf mehr als 2.000 britische Bauernhöfe, mehr als vier Millionen Tiere wurden geschlachtet. (APA)