Der am Frankfurter Neuen Markt gelistete Wiener Softwarehersteller Brain Force Software AG musste im 1. Halbjahr 2002 im Periodenvergleich ein spürbaren Ergebnisrückgang hinnehmen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) drehte von im Vorjahr positiven 1,6 Millionen Euro auf 261.900 Euro ins Minus, und das Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ging von 2,7 Millionen Euro auf 611.000 Euro zurück, wie das Unternehmen am Freitag ad-hoc bekanntgab. Belastung Belastet wurde das Ergebnis des Halbjahres durch Forderungsabschreibungen in Höhe von 96.000 Euro. Nach der Libro-AG-Konkurseröffnung im Juni habe man die aus dem Ausgleichsverfahren stammende Restforderung von 45.000 Euro wertberichtigen müssen, weitere 32.000 Euro in Deutschland nach dem Konkurs der Atmiralis GmbH, so Brain Force weiter. Die restlichen 19.000 Euro würden sich auf uneinbringliche Forderungen gegenüber mehreren kleinen Kunden verteilen. Zusätzlich hätten Rückstellungen für noch nicht konsumierte Urlaube in der Höhe von 946.400 Euro das Ergebnis belastet. Zahlen Der Konzernumsatz im Halbjahr sank auf 29,76 (33,5) Millionen Euro, der Cash-flow konnte dagegen von negativen 698.200 Euro auf positive 414.200 Euro verbessert werden. Der Auftragsbestand legte bis Ende Juni auf 16,54 Euro zu, um 21 Prozent mehr als Ende März d.J. und um 76 Prozent über dem Stand von Ende 2001. (APA)