Mit einem Kurzstreckenfunkgerät wollen Wissenschafter der Universität von Michigan die Daten auf verlorenen oder gestohlenen Notebooks sichern. Wie der britische Dienst New Scientist berichtet, wird die Festplatte des Computers automatisch verschlüsselt, wenn der Funkkontakt zum "Master" unterbrochen wird. Das System dient dazu, Geschäftsinformationen oder militärische Geheimnisse zu schützen, erklärten die Entwickler Brian Noble und Mark Corner. Integration Für das System wird ein Empfänger in das Gehäuse des Laptops integriert, der den Benutzer anhand eines kleinen Senders identifiziert. Der Sender selbst wird wie eine Armbanduhr getragen. Entfernt sich der Benutzer von seinem Gerät, so wird der Kontakt unterbrochen und das Notebook gesperrt sowie die Festplatte verschlüsselt. Selbst Daten auf dem Schirm können nicht mehr gelesen werden. "Sobald der Sender wieder in Reichweite ist, werden die Daten wieder entschlüsselt. Das Notebook ist wieder betriebsbereit wenn sich der Benutzer niedersetzt", erklärte Noble. Nach Angaben von Noble könnte das System mit dem Prototypen eines Armband-Uhr-Computers von IBM zusammenarbeiten. Verschlüsselung Als Funkstandard ist Bluetooth eine Möglichkeit. Damit der Verschlüsselungsprozess möglichst schnell abgeschlossen werden kann, sind die meisten Daten auf der Festplatte bereits verschlüsselt. Nur die gerade benutzten Files im Zwischenspeicher werden entschlüsselt, wenn der Benutzer in Reichweite ist. Ver- und Entschlüsseln benötigen jeweils rund sechs Sekunden. Die Übertragung zwischen Sender und Notebook ist ebenfalls verschlüsselt, damit niemand durch bloßes Abhören den Sicherheitsmechanismus umgehen kann. (pte)