"Sparpotenzial" EU-Erweiterung Linz - Eine neues Sparpotenzial, das man anzapfen könnte, um den den Flutopfern unter die Arme zu greifen, machte übrigens der oberösterreichische FPÖ-Obmann Hans Achatz aus: "Ich frage mich, auch angesichts der Hochwasserschäden in Deutschland, ob wir uns derzeit die EU-Erweiterung nach Osten leisten können", stellte er die Erweiterung der Union zur Disposition. Es sei zu fragen, ob das Geld, das die EU-Osterweiterung kostet, nicht in die Sanierung der Hochwasserschäden und in den Bau von weiteren Schutzmaßnahmen gegen solche Katastrophen gesteckt werden sollte. Sei das ein zeitliches Hinausschieben der EU-Erweiterung? "Wenn etwas nicht leistbar ist, weil man sonst Aufgaben im eigenen Land nicht erfüllen kann, dann müssen wir das ins Auge fassen." Pensionistenverbände uneinig Wien - Uneinig sind sich die Pensionistenvereinigungen von ÖVP und SPÖ über ihren Beitrag zur finanziellen Hilfe für die Hochwasseropfer. VP-Seniorenbundobmann Stefan Knafl kann sich sogar vorstellen, nächstes Jahr auf einen Teil der Pensionserhöhung zu verzichten - wenn auch alle andere Berufsgruppen Lohnverzicht üben. Als Soforthilfe spendeten die VP-Senioren 200.000 Euro. Im angebotenen "Pensionsverzicht" sieht der Chef des SP-Pensionistenverbandes, Karl Blecha, allerdings einen "populistischen Vorschlag", der nicht in Frage komme. Mit der Regierung sei für 2003 die volle Inflationsabgeltung vereinbart worden, "da gibt es keine Diskussion", so Blecha. Die SP-Pensionisten spendeten 500.000 Euro. ÖGB und AK helfen Flutopfern Wien - Die Hilfe für die Opfer der Hochwasserkatastrophe hat auch für die Sozialpartner absoluten Vorrang vor anderen politischen Überlegungen, sagten der Präsident der Bundesarbeitskammer, Herbert Tumpel, und Richard Leutner, Leitender Sekretär im ÖGB. Aber zur Belebung der Konjunktur sei eine Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen notwendig. ÖGB und AK haben Geldmittel für die Opfer zur Verfügung gestellt, der ÖGB bietet Mitgliedern eigene Kredite an. (APA)