London/Berlin - Die USA wollen einem Zeitungsbericht zufolge die irakische Opposition finanziell bei verdeckten Einsätzen in ihrem Heimatland unterstützen. Das Geld werde zur Bestechung hochrangiger Beamter und zur Finanzierung eines Netzes bereitgestellt, dessen Ausläufer bis in die inneren Zirkel um Präsident Saddam Hussein reichen sollen, berichtete die Londoner Zeitung "Sunday Times" unter Berufung auf einen Sprecher des Irakischen Nationalkongresses (INC). Der Kongress ist die größte Oppositionsgruppe in dem arabischen Land. Die Zeitung machte keine Angaben zum Umfang der finanziellen Unterstützung. Für Fernsehsender und eine Zeitung habe das US-Außenministerium acht Millionen Dollar (8,14 Mill. Euro) freigegeben. Die USA streben einen Sturz Husseins an. Sie werfen ihm vor, Massenvernichtungswaffen zu entwickeln und damit seine Feinde zu bedrohen. 1990 überfiel der Irak das Nachbarland Kuwait. Während der anschließenden Angriffe der USA und ihrer Verbündeter zur Befreiung des Landes, beschoss der Irak Israel mit Mittelstreckenraketen. (APA/Reuters)