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GNOME wird 5!

Die Geschichte des beliebten Unix-Desktops GNOME beginnt im Jahre 1997 bei Miguel de Icaza, der zunehmend damit unzufrieden war, dass Linux gegenüber Windows auf dem Desktop einen gehörigen Rückstand aufzuweisen hatte. Also begab er sich auf die Suche nach einem brauchbaren Projekt, dass diesen Zustand ändern wollte und an dem er sich beteiligen konnte. Dieses war mit dem damals noch recht neuen KDE-Projekt zwar schnell gefunden, allein die Lizensierung desselbigen bereitete dem Free Software-Fan keine Freude: Zwar unterlag das KDE-Projekt bereits damals der GPL, die QT-Bibliothek, auf der es basierte, war allerdings keineswegs frei, was das ganze Projekt für Miguel und viele andere uninteressant macht (Ein Treppenwitz der Geschichte ist nebenbei, dass Trolltech die QT-Lizenz noch vor der Version 1.0 von GNOME änderte). Jedenfalls waren diese grundsätzlichen Bedenken die Initialzündung für den Start des GNOME-Projekts, der offiziell am 17. August 1997 mittels eines Postings an verschiedene Linux-Newsgroups erfolgte. Bald schon folgte mit der...

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Version 0.13

eine erste - noch recht rohe - Release. Grundsätzliche Entscheidungen für die Zukunft wurden allerdings bereits damals getroffen. So war es schnell klar, dass das Gimp Toolkit (GTK+) die Widget Library bilden, das CORBA die Komponentenarchitektur, und dass DocBook zur Dokumentation würde.

Es folgten mehrere Zwischenreleases und auch bereits die ersten Applikationen wie Gnumeric gesellten sich zu dem Projekt, bis zur...

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Version 1.0

sollte es allerdings noch eine Zeit brauchen: Im März 1999 war es dann soweit. Diese war allerdings noch recht fehlerbehaftet, der erste GNOME, der in einer Linux-Distribution mitgeliefert wurde, war dementsprechend bereits eine verbesserte Variante. Die erste wirklich stabile "offizielle" Version war dann GNOME 1.0.55 oder "Oktober GNOME", die sich schell großer Beliebtheit erfreute und einiges zur Verbreitung des Projekts beitrug.

Die Entwicklung schritt unterdessen munter voran, und so erschien im Mai 2000 die...

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Version 1.2

die hauptsächlich graduelle Verbesserungen brachte - vor allem im User Interface-Bereich. Ein der treibenden Kräfte hinter der Entwicklung von GNOME, war schon damals - neben Red Hat - die Firma HelixCode, die sich später in Ximian umbenannte, und die eine eigene angepasste Version des Desktops für sieben verschiedene Linux-Distributionen und auch Suns Solaris herausbrachte. Die bedeutendste Änderung in der...

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Version 1.4

- die im April 2001 veröffentlicht wurde - war die Ersetzung des alten File Managers "GNOME Midnight Commander" durch den wesentlich mächtigeren - aber auch ressourcenhungrigeren - Nautilus, der von der bald darauf auf den IT-Friedhof abgewanderten Softwareschmiede Eazel entwickelt wurde.

Große architekturelle Änderungen hingegen wurden für die...

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Version 2.0

aufgespart, deren Veröffentlichung Ende Juni 2002 erfolgte, und die auf der neuen Version 2 von GTK+ basiert. Neu hinzugekommen ist vor allem das Anti-Aliasing für Schriften sowie verbesserte Internationalisierung. Aktuell ist die Version 2.0.1, der nächste "große" Versionssprung ist mit der Version 2.2 für Ende Jänner 2003 geplant, allerdings ist das GNOME-Projekt nicht gerade für das Einhalten von Release-Plänen berühmt.

Weitere Informationen zur Geschichte des GNOME-Desktops finden Sie hier. (apo)

Sreenshot: Redaktion