London/Bregenz - Prinzessin Diana ist während ihrer Ehekrise von einem sechs Meter hohen Hotelbalkon im Vorarlberger Skiort Lech gesprungen. Das berichtet ihr ehemaliger Leibwächter Ken Wharfe in einem neuen Buch über die vor fünf Jahren bei einem Autounfall tödlich verunglückte Prinzessin, das am Sonntag auszugsweise von der "Sunday Times" veröffentlicht wurde. Mit dem gewagten Sprung habe sie sich eines Nachts aus dem Hotel abgesetzt, in dem aus Sicherheitsgründen alle Türen verschlossen waren. Wharfe beschuldigte die Umgebung von Prinz Charles, Diana in ein schlechtes Licht setzen zu wollen. Damit solle der Weg für eine Hochzeit des britischen Thronfolgers mit seiner Freundin Camilla Parker Bowles geebnet werden. Es werde jetzt der Eindruck erweckt, dass Diana gestört und "die Männer in den weißen Kitteln schon im Anmarsch" gewesen seien. Er dagegen habe Diana als eine insgesamt "sehr glückliche, joviale Frau" in Erinnerung, versicherte Wharfe. Unwahrscheinlich Nicht auszuschließen, aber eher unwahrscheinlich: Das erklärten der Hotelier Johann Schneider und der Vorarlberger Sicherheitsdirektor Elmar Marent auf die "Enthüllung", Prinzessin Diana sei während ihrer Ehekrise bei ihrem Urlaub in Lech am Arlberg von einem sechs Meter hohen Hotelbalkon gesprungen. "Ich kann das nicht glauben", erklärte Johann Schneider, Altbürgermeister und Besitzer des Hotels "Arlberg" in Lech, in dem Prinzessin Diana mehrmals ihren Urlaub verbracht hatte, auf Anfrage der APA. "Wer behauptet das?" wollte Schneider wissen und wurde dann doch stutzig: "Wenn der Ken Wharfe das sagt, dann könnte es stimmen" - er kenne den ehemaligen Leibwächter der Prinzessin gut - "aber es wäre absolut unlogisch". Denn die Prinzessin habe stets einen eigenen Schlüssel gehabt, "mit dem sie jederzeit das Haus verlassen und wieder zurück konnte". Diana hatte das zweite Obergeschoß eines der "Arlberg"-Häuser bewohnt, "im unteren Geschoß haben wir unsere Privatwohnung", schilderte Schneider die örtlichen Gegebenheiten. "Das ist nicht auszuschließen", erklärte auch Elmar Marent, als Sicherheitsdirektor als ranghöchster Beamter für die Sicherheit von Prominenten zuständig, der APA: "So ein Vorfall ist uns nie zu Ohren oder Augen gekommen. Und wir hätten das wissen müssen. Diana wurde nicht nur von englischen Sicherheitskräften, sondern auch von unseren Leuten ständig bewacht". (APA/dpa)