Bild nicht mehr verfügbar.

General Schwarzkopf beim Hearing des US-Senats zum Golfkriegs-Syndrom

Foto: APA/epa/Colburn
Washington - Der ehemalige Oberkommandierende der US-Truppen im Golfkrieg von 1991, General Norman Schwarzkopf, hat am Sonntag in einem Interview mit dem US-Fernsehsender MSNBC seine Bedenken hinsichtlich einer Intervention der USA im Irak zum Ausdruck gebracht. Er warnte vor allem vor einem Alleingang der USA in einem solchen Krieg. Schwarzkopf hob die Risiken eines Angriffs mit Bodentruppen und die unsichere Situation nach einem Sturz des Staatschefs Saddam Hussein hervor. "Der Irak ist ein sehr stark geteiltes Land. Es wird schwierig sein, eine gemeinsame Koalitionsregierung von Sunniten, Schiiten und Kurden zusammenzubringen", sagte der General. Ex-General Schwarzkopf meinte, Saddam würde bei einem eventuellen Angriff sicherlich alle Mittel einsetzen, bis hin zur Verwendung von Massenvernichtungswaffen. "Er hat bereits im Krieg mit dem Iran 1980-88 Giftgas eingesetzt und wird das - und vielleicht auch noch anderes - wieder tun, um seine Macht zu erhalten", erklärte der ehemalige Oberkommandierende. Mit diesen Aussagen schließt sich General Schwarzkopf mehreren anderen bekannten US-Persönlichkeiten - unter ihnen prominenten Republikanern wie den Ex-Außenministern Henry Kissinger und Lawrence Eagleburger und dem Ex-Sicherheitsberater Brent Scowcroft - an, die Bedenken gegenüber den Angriffsplänen von US-Präsident George W. Bush geäußert haben. (APA)