Kabul - Die Afghanen haben am Montag den 83. Jahrestag der völkerrechtlichen Anerkennung ihrer staatlichen Unabhängigkeit durch Großbritannien nach dem Ersten Weltkrieg gefeiert. Die Briten hatten insgesamt drei erfolglose Kriege gegen Afghanistan geführt. Erstmals seit über 30 Jahren nahm auch Ex-König Mohammed Zahir an den Feierlichkeiten teil, der 1973 während einer Auslandsreise entthront wurde und im April aus seinem römischen Exil heimgekehrt war. Eine begeisterte Menge jubelte ihm und Präsident Hamid Karsai zu, die zur offiziellen Zeremonie im Stadion von Kabul erschienen waren. Da aus Geldmangel die Militärparade abgesagt werden musste, defilierten vor allem Sportgruppen und Schulkinder vor der Staatsführung. Bildungsminister Yunis Kanuni gedachte des im September 2001 ermordeten tadschikischen Nordallianz-Führers Ahmed Shah Massud, der inzwischen zum Nationalhelden proklamiert wurde. Zum Ende der Veranstaltung ließ Karsai eine weiße Taube in die Lüfte aufsteigen. Die Zeremonie fand unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt. Rund um das Stadion patrouillierten US-Eliteeinheiten, um mögliche Anschläge zu verhindern.(APA)