Luxemburg - Die Inflationsrate in der Euro-Zone ist im Juli mit 1,9 Prozent geringfügig gegenüber dem Vormonat (Juni 1,8 Prozent, Mai 2 Prozent) angestiegen. In der EU-15 stieg die Jahresteuerung im Juli verglichen mit dem Vorjahresmonat leicht um 1,8 Prozent, wie aus den von Statistik Austria und Eurostat erstmals am Montag gemeinsam veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Am niedrigsten blieb die Teuerungsrate in Deutschland mit 1 Prozent, gefolgt von Belgien mit 1,1 Prozent. An dritter Stelle lagen Österreich und Frankreich mit jeweils 1,5 Prozent. Am stärksten stiegen die Preise in Irland mit 4,2 und in den Niederlanden mit 3,8 Prozent an, Griechenland und Portugal verzeichneten eine Inflationsrate von jeweils 3,6 Prozent im Jahresabstand. Während die jährliche Teuerungsrate gegenüber dem Vormonat in den meisten EU-Staaten anstieg, ging sie in Irland und den Niederlanden zurück, in Österreich, Frankreich, Dänemark und Griechenland blieb sie unverändert. Kaufkraftentwertung überdurchschnittlich Als Hauptverantwortliche für die höhere Inflationsrate in der Euro-Zone bezeichnen die Statistiker die "Hauptgruppe Verkehr" (Juli 1,6 Prozent, Juni 0,4 Prozent). Dagegen fiel die Inflationsrate bei der Bekleidung vorwiegend wegen des Sommerschlussverkaufes um 1,8 Prozent im Juli und 2,2 Prozent im Juni niedriger als im Vormonat aus. Deutlich über dem Durchnitt lag dagegen die Kaufkraftentwertung bei alkoholischen Getränken und Tabak (4 Prozent)sowie Hotellerie und Gastgewerbe (4,6 Prozent). Nach dem nationalen Verbraucherpreisindex ergab sich in Österreich im Juli ein Anstieg um 1,6 Prozent, während der harmonisierte Verbraucherpreisindex der EU, der darauf abzielt, für alle EU-Staaten die Inflationsrate möglichst vergleichbar zu messen, 1,5 Prozent ergab. (APA)