Bukarest - Nach neuen Überschwemmung im Nordosten Rumäniens sind am Montag zwei von den Fluten mitgerissene Menschen vermisst worden. Das berichtete die amtliche rumänische Nachrichtenagentur Rompres. In fünf Landkreisen nahe der Grenze zu Moldawien waren 30 Ortschaften vom Hochwasser betroffen. Starker Regen hatte kleinere Gebirgsflüsse über die Ufer treten lassen. Im südwestrumänischen Bergbau-Ort Lupeni ergoss sich außerdem eine Flut von Schlamm auf die Straßen der 30.000-Einwohner-Siedlung, nachdem ein Auffangbecken oberhalb des Ortes geborsten war. Am Montagmittag sei die Lage in Lupeni aber wieder unter Kontrolle gewesen, teilten die Behörden mit. Seit Anfang August sind durch Überschwemmungen, die vor allem Rumäniens Gebirgsregionen betrafen, acht Menschen ums Leben gekommen. Der Sachschaden beträgt nach Schätzung des Umweltministeriums in Bukarest mehr als 2.000 Milliarden Lei (61,7 Mill. Euro). 980 Wohnungen wurden beschädigt, außerdem zahlreiche Ackerflächen, kleinere Brücken und Stromversorgungsanlagen. (APA/dpa)