Berlin - Rund 20 Monate nach dem ersten bestätigten BSE-Fall bei einem in Deutschland geborenen Rind ist die Zahl der nachgewiesenen Erkrankungen in der Bundesrepublik auf 200 gestiegen. Nach Angaben des Verbraucherministeriums vom Montag liegt Bayern mit jetzt 85 Fällen weiterhin mit großem Abstand vor allen anderen Bundesländern. Es folgen Niedersachsen mit 36 und Baden-Württemberg mit 18 Fällen. Bisher BSE-frei sind Berlin, Bremen und Hamburg. Im Jahr 2000 traten bundesweit sieben BSE-Fälle auf. Im vergangenen Jahr waren es 125, in diesem Jahr bisher 68. Damit sei die Zahl der jährlichen BSE-Erkrankungen seit 2001 im Wesentlichen konstant geblieben. Schutzmaßnahmen Nach Angaben des Ministeriums bleiben die Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher bestehen. Weiterhin werde jedes geschlachtete Rind im Alter von über 24 Monaten auf BSE getestet. Tiermehl-Verfütterung sei verboten, Risikomaterial werde entfernt. Zudem laufe ein Forschungsprogramm. Nach Bekanntwerden der ersten deutschen BSE-Fälle war zur Jahreswende 2000/2001 der Rindfleisch-Verbrauch dramatisch eingebrochen. Mittlerweile hat er wieder deutlich zugenommen. (APA/dpa)