Paris - Bei einem "Schimpf-Wettbewerb" im Rundfunk hat eine französische Polizistin ihre Kollegen mehr als 700 Mal beleidigt und muss nun mit empfindlichen Strafen rechnen. Vom Moderator angefeuert, war es der Ordnungshüterin zur besten Sendezeit am Morgen gelungen, ihre Kollegen binnen zwei Stunden exakt 704 Mal zu beschimpfen. Anlass des kuriosen Wettstreits war der Pariser Tageszeitung "Le Figaro" vom Montag zufolge der Fall einer 44-jährigen Frau in Südostfrankreich, die wegen Beamtenbeleidigung in 702 Fällen zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden war. Diesen "Rekord" zu brechen, gelang der Polizistin namens Murielle vor allem dank einer langen Liste mit Vogelnamen. Ihre Kollegen, die die Live-Sendung zum großen Teil verfolgt hatten, zeigten sich wenig begeistert: Nach einer Klage durch die Kontrollbehörde der Polizei drohen Murielle jetzt Einbußen beim Gehalt und ein Beförderungsstopp für drei Jahre. (APA/dpa)