In den USA versucht ein Start-up mit urheberrechtlich geschützten Gedichten der überhandnehmenden Flut von Spam-Mails Herr zu werden. Mit dem "Habeas Sender Warranted Email"-Service sollen erwünschte E-Mails einen sicheren Weg durch die immer aggressiveren Spam-Filter finden, während unerwünschte Nachrichten weiterhin abgeblockt werden. Der Service soll sowohl Einzelpersonen wie auch Unternehmen oder ISPs zur Verfügung stehen. Unternehmen die das System missbrauchen wollen, droht Habeas Klagen nach dem Urheber- und Markenrecht an. Technologie alleine kann Spam nicht stoppen "Das bestehende Recht bietet geringe Möglichkeiten zum Schutz vor Spammers. Dabei finden diese immer neue Wege, selbst die leistungsfähigsten Filter-Technologien zu umgehen", erklärte Anne Mitchell, CEO von Habeas. "Technologie alleine kann Spam nicht stoppen. Aber das Marken- und Urheberrecht zusammen mit unserem System erlaubt es uns, Spammer zu verklagen und aus dem Geschäft zu werfen, während legitime E-Mails geschützt werden." Gedichte Die Lösung von Habeas setzt auf bestehenden E-Mail-Filtern auf. Der Service integriert einen urheberrechtlich geschützten Text, darunter ein Haiku-Gedicht, in den Header einer E-Mail. Die Filter werden so konfiguriert, dass sie den geschützten Text erkennen und damit die E-Mail passieren lassen, selbst wenn darin Schlüsselwörter für den E-Mail-Filter enthalten sind. Die Lösung soll in unterschiedliche Spam-Filter wie SpamAssassin oder SpamRepellent integriert werden. Für Privatpersonen kostenlos Der Benutzer des Headers garantiert mit den Lizenzbedingungen die E-Mail-Richtlinien von Habeas einzuhalten. Bei Missbrauch will das Unternehmen sofort klagen. Die Klagsumme beträgt nach Angaben Habeas mindestens eine Millione Dollar. Gleichzeitig soll die Geschäftstätigkeit von Unternehmen, die Spam-Mails mit dem geschützten Header versenden, mit einer einstweiligen Verfügung gestoppt werden. Der Service soll nach Angaben von Habeas für Privatpersonen kostenlos und ISPs mit einer geringen jährlichen Lizenzgebühr nutzbar sein. E-Mail-Werbeunternehmen wird dagegen eine Gebühr abhängig von der Anzahl der versandten E-Mails verrechnet. (pte)