Nairobi/Kinshasa - Drei Wochen nach einem Friedensabkommen zwischen Kongo und Ruanda sind erneut Kämpfe im Osten Kongos entbrannt. Wie ein Sprecher des ruandesischen Außenministeriums dem Radiosender BBC am Dienstag sagte, lieferten sich ruandesische Regierungssoldaten rund um die Ortschaft Bukavu verstärkt Gefechte mit Hutu-Rebellen. Der Sprecher begründete die Offensive gegen die Rebellen damit, dass sie die im Abkommen beschlossene Entwaffnung verweigerten und versuchten, in den Norden Kongos zu flüchten. Anfang des Monats hatten Ruanda und Kongo ein Abkommen in Südafrika unterzeichnet. Darin verpflichtete sich Ruanda zum Abzug seiner Truppen innerhalb von 90 Tagen. Voraussetzung sei die Entwaffnung der Hutu-Milizkämpfer, die in dem Konflikt auf Seiten der Regierung in Kinshasa stehen. Als Beteiligte des Völkermords in Ruanda 1994 waren sie nach dem Genozid in das Nachbarland geflüchtet. Ruanda begründet seit Ausbruch des Bürgerkriegs in Kongo vor vier Jahren seine dortige Armeepräsenz mit dem Schutz vor den Hutu- Rebellen.(APA/dpa)