Wien - Die börsenotierte UNIQA Versicherung hat den Erwerb der alleinigen Kontrolle über die in Wien ansässige MLP-Lebensversicherung AG nun beim Oberlandesgericht Wien zur kartellrechtlichen Prüfung angemeldet. Das geht aus einer Pflichtmitteilung im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" vom Dienstag hervor. Wie berichtet hatte UNIQA im Juli mit dem Kauf des Hälfte-Anteils des deutschen Finanzdienstleisters MLP an der "MLP Leben" in Österreich die Assekuranz zur Gänze übernommen. Kartellrechtliche Hindernisse erwartet UNIQA-Chef Konstantin Klien nach früheren Angaben keine. Führender Anbieter von fondsgebundenen Lebensversicherungen MLP Leben Österreich, 1995 als gemeinsames Unternehmen von UNIQA und MLP gegründet, gilt als einer der führenden Anbieter von fondsgebundenen Lebensversicherungen in Österreich. 2001 kam die Versicherungsgesellschaft im Neugeschäft auf eine Versicherungssumme von 452 Mill. Euro sowie einen Versicherungsbestand von 1,3 Mrd. Euro, die Prämieneinnahmen lagen bei 104 Mill. Euro. Per Ende 2001 bestanden 58.900 Verträge für "Fondsgebundene". Als Kaufpreis für die restliche Hälfte der MLP Leben Österreich hatte UNIQA-Chef Konstantin Klien 90 Mill. Euro (zum Teil gegen eigene Aktien) genannt. Die Beteiligung der deutschen MLP an UNIQA ist bisher nicht näher beziffert worden. Es hatte lediglich geheißen, sie werde unter 2 Prozent liegen. An der Wiener Börse notierte die UNIQA-Aktie heute, Nachmittag, mit 6,76 Euro um 0,15 Prozent über dem gestrigen Schlusskurs. In diesem Jahr hat der im ATX gelistete Versicherungstitel bis dato 6,6 Prozent zugelegt.(APA)