Washington - Die USA haben einen Test zur Abwehr von Langstreckenraketen um mindestens einen Monat verschoben. Der ursprünglich für Samstag geplante Test über dem Pazifik müsse wegen eines technischen Problems "30 bis 45 Tage" später erfolgen, teilte das Pentagon am Dienstag in Washington mit. Dabei soll zum ersten Mal eine Abfangrakete von einem Schiff abgeschossen werden, das mit dem Radarsystem Aegis ausgestattet ist. Zudem soll das Radar Spy-1 auf dem US-Kriegsschiff Lake Erie installiert sein. Dies wäre nach dem ABM-Vertrag mit Russland verboten gewesen. US-Präsident George W. Bush hatte das Abkommen jedoch einseitig gekündigt und will ein eigenes Raketenabwehrschild für die USA aufbauen. (APA)