Berlin - Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat Werke der Maler Max Slevogt und Lovis Corinth aus dem Bestand des Berliner Kunstsammlers Bruno Cassirer (1872-1941) den rechtmäßigen Erben zurück gegeben. Die 145 Federzeichnungen von Slevogt, eine Tuschzeichnung von Corinth sowie zehn Aquarelle von Karl Walser, die bisher zum Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin gehörten, kamen wieder in den Besitz der Cassirer-Erben, teilte die Stiftung am Dienstag mit. Cassirer wurde als Jude von den Nazis verfolgt und 1938 zur Auswanderung nach Großbritannien gezwungen. In seiner Villa in Charlottenburg hinterließ er eine große Kunstsammlung, die von der Gestapo beschlagnahmt wurde. Bis 1990 waren die Werke in den Staatlichen Museen in Ost-Berlin und nun im Rahmen der Rückerstattung an die Cassirer-Erben zurückgegeben. (APA/dpa)