Der am Frankfurter Neuen Markt notierte Linzer Notebook-Hersteller Gericom wird nach Einschätzung von Analysten voraussichtlich ein leichtes Wachstum bei den Zahlen für das zweite Quartal ausweisen. Von der Nachrichtenagentur vwd befragte Analysten gehen von einem Betriebsergebnis (EBIT) von sechs Mill. Euro nach 5,2 Mill. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres und einem Nettoergebnis von 4,3 (3,4) Mill. Euro aus. Gemäß vorläufigen Angaben von Anfang Juli belaufen sich die Erlöse für den Zeitraum auf 123 Mill. Euro nach 104,9 Mill. Euro. Das schwache erste Quartal Die Halbjahreszahlen dürften allerdings unter den Vorjahreswerten ausfallen. Hier dürfte sich das schwache erste Quartal der Notebook-Schmiede wegen Lieferschwierigkeiten des PC 4 Notebooks zu Jahresbeginn bemerkbar machen. Im Schnitt rechnen die Experten mit einem EBIT von 10,3 (Vorjahr: 13,3) Mill. Euro und einem Nettoergebnis von 7,4 (8,9) Mill. Euro. Der Umsatz im ersten Halbjahr entsprach 211 Mill. Euro nach 268,2 Mill. Euro im Vorjahr. Keine großen Überraschungen Die Erste Bank-Analystin Brigitte Kellerer-Wendelin wird ihr Augenmerk insbesondere auf den Ausblick für das weitere Geschäftsjahr richten. Angesichts der Tatsache, dass die Umsatzzahlen für das zweite Quartal bereits bekannt seien, dürfte auch das Ergebnis keine großen Überraschungen bergen. Gericom selbst erwartet nach dem schwachen ersten Quartal für das Gesamtjahr nur noch Erlöse und Ergebnisse auf Niveau des Vorjahres. Kellerer-Wendelin bezeichnet das Jahr 2002 nach dem sehr guten Vorjahr als "Jahr der Konsolidierung". Das vierte Quartal ist entscheidend Ähnlich wie bei der Medion AG sei auch für Gericom das vierte Quartal entscheidend. Hier werde auf Grund des Weihnachtsgeschäfts typischerweise ein Drittel des Gesamtumsatzes erzielt. Daneben wird die Analystin auf die Margenentwicklung achten. Beim Mitbewerber Medion seien diese zuletzt etwas unter Druck geraten. Der Markt für Notebooks wachse aber noch, insbesondere im Ausland sieht Kellerer-Wedelin noch Wachstumschancen für die Österreicher. Innovationskraft muss bewahrt wrden Es sei jedoch wichtig, dass sich Gericom seine Innovationskraft angesichts der starken Konkurrenz - etwa durch Dell - bewahre und frühzeitig mit neuen und preiswerten Modellen auf den Markt komme. Hier gebe es durchaus Chancen im Verbund mit Discountern wie Mediamarkt oder Lidl. (apa)