Washington - Als Reaktion auf die riesigen Waldbrände in diesem Jahr will US-Präsident George W. Bush kommerziellen Holzfällern das Lichten bisher geschützter Wälder ermöglichen. Eine entsprechende Initiative stellte die Regierung am Mittwoch vor, einen Tag vor einem Besuchs Bushs in einem Waldbrandgebiet im US-Staat Oregon. "Unnötige Bürokratie und Gerichtsklagen verzögern die wirkungsvolle Umsetzung von Projekten für die Waldgesundheit", erklärte das Weiße Haus. 2002 sind sechs Millionen Hektar Wald in USA verbrannt Von Alaska bis New Mexico sind in diesem Jahr in den USA sechs Millionen Hektar Wald verbrannt - doppelt so viel wie in einem durchschnittlichen Sommer. Die Bundesausgaben für Waldbrandbekämpfung könnten in diesem Jahr Schätzungen zufolge 1,5 Milliarden Dollar (1,54 Mrd. Euro) erreichen."Die Krise in diesem Jahr zwingt uns zu rechtzeitigen Entscheidungen, größerer Effizienz und besseren Ergebnissen, um die katastrophale Waldbrandbedrohung von Gemeinden und Umwelt zu reduzieren", forderte die Regierung. Schutzvorschriften für die Bundeswälder Umweltschutzorganisationen befürchten aber, dass die Bush die Flächenbrände zum Anlass nimmt, seit Jahrzehnten bestehende Schutzvorschriften für die Bundeswälder zu untergraben. "Unsere Befürchtung ist, dass dies eine Hintertür ist, mehr Land dem kommerziellen Holzeinschlag zu öffnen", sagte Allen Mattison, Sprecher des Sierra-Clubs. Bush Plan sehe nicht nur das Ausdünnen von Busch und Dickicht, sondern auch das Fällen jetzt noch geschützter alter Bäume vor, erklärte er. (APA)