Kathmandu - Nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs mit 18 Toten in Nepal haben die Behörden am Freitag ihre Untersuchungen zur Unglücksursache aufgenommen. Eine siebenköpfige Kommission reiste nach offiziellen Angaben am Freitag zum Unfallort bei dem Touristenort Pokhara im Himalaya.Technischer Defekt ... Möglicherweise stürzte die Twin Otter, in der auch 13 deutsche Touristen waren, wegen schlechten Wetters oder aber wegen eines technischen Defekts ab. Die deutsche Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) schickte nach eigenen Angaben einen Experten nach Nepal. In der Zwischenzeit wurden die Leichen der Deutschen für ihre Überführung vorbereitet, wie die deutsche Botschaft in Kathmandu mitteilte. ... oder Wetter als Ursache? Der Bericht der nepalesischen Untersuchungskommission soll innerhalb von 45 Tagen vorliegen. Zum Zeitpunkt des Absturzes ging über der Region von Pokhara etwa 225 Kilometer westlich von Kathmandu heftiger Monsunregen nieder, außerdem herrschte Nebel. Mitarbeiter der nepalesischen Luftfahrtbehörde sagten jedoch am Freitag, Unfallursache könnte auch ein technisches Problem gewesen sein. In der nepalesischen Presse wurde am Freitag Zweifel an der Sicherheit der Flugzeuge laut, die von insgesamt zehn privaten Fluggesellschaften betrieben werden. Nach Angaben der Zeitung "The Rising Nepal" wurden bei Flugzeugabstürzen in den vergangenen acht Monaten insgesamt 32 Menschen getötet. Erst im Juli war eine Twin Otter verunglückt, dabei kamen alle vier Insassen ums Leben. (APA/AFP)