Vancouver - Ein junger Killerwal, der im Juli in heimischen Gewässern vor der Westküste Kanadas ausgesetzt wurde, hat sich eng an seine alte Wal-Familie angeschlossen. Meeresforscher vom Aquarium in Vancouver bewerteten die ungewöhnliche Familien-Zusammenführung nun als Erfolg. Das zwei-jährige Orca-Baby wurde am vergangen Wochenende mit engen Verwandten erneut gesichtet. Nach Beobachtungen von Wal-Schützern hat sich das junge Orca-Weibchen dem Schwimm-Tempo seiner Familie angepasst und hält sich von Booten fern. Kurz nach seiner Freilassung war das Tier zunächst auf Fischereiboote zugeschwommen. Dies war der erste Versuch von Meeresforschern, einen verwaisten Killerwal in freier Natur mit seiner Familie zu vereinigen. "Springer", wie das Wal-Baby getauft wurde, war im Jänner allein in der stark befahrenen Schifffahrtsstraße des Puget Sound vor Seattle (US-Staat Washington) entdeckt und im Juni eingefangen und gesund gepflegt worden. (APA)