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Hochwasser-Schäden in Salzburg

Foto: APA/OEBB
Salzburg - Das Hochwasser im Bundesland Salzburg hat Schäden von zumindest 100 Millionen Euro angerichtet. Das berichtete am Donnerstag Salzburgs Finanzreferent LHStv. Wolfgang Eisl (V) bei einem Pressegespräch in der Mozartstadt. Die Schäden an den Landesstraßen betragen mindestens zehn Mill. Euro, die Gemeinden hätten Schäden von mindestens 40 bis 50 Mill. Euro zu verzeichnen, und bei Privatpersonen und Betrieben sei mit mindestens der gleichen Summe zu rechnen. Vorsichtige Schätzungen Bei den Zahlen handle es sich aber noch um sehr vorsichtige Schätzungen. Ein Gesamtüberblick sei erst bei Niedrigwasser möglich, weil erst dann allfällige Schäden an Brücken festgestellt werden können, so Eisl. Auf das Land Salzburg kämen durch das Hochwasser Zahlungen in der Höhe von 30 bis 40 Millionen Euro zu. Man werde das Geld aus dem Verkauf der restlichen Anteile an der Hypobank hernehmen, "um die Schäden zu verdauen". Ursprünglich sei das Geld für Schuldentilgungen vorgesehen gewesen. Dadurch komme es jetzt in den nächsten Jahren zu einem geringfügig höheren Schuldendienst. 50-prozentige Entschädigung Ziel Bei der Katastrophenhilfe des Landes sind derzeit vier zusätzliche Mitarbeiter beschäftigt, um die Schadensfälle abzuwickeln. Das Ziel des Landes sei es, dass die Betroffenen mit bis zu 50 Prozent der Schadenssumme entschädigt werden. Außerdem soll sehr rasch geholfen werden, betonte der Finanzreferent. Die Anträge müssen beim Gemeindeamt gestellt werden. Nach einer Schadensschätzung durch die Amtssachverständigen werden unverzüglich mindestens 20 Prozent als Soforthilfe angewiesen, so Eisl. Raumordnung habe funktioniert Zur Frage, ob die verheerenden Folgen des Hochwassers auch eine Folge einer verfehlten Raumordnung seien, meinte Eisl, der auch das Raumordnungs-Ressort des Landes leitet, dass dies nicht der Fall sei. Würde man in Salzburg überall dort, wo theoretisch eine Gefährdung bestehe, jede Verbauung verbieten, dann wären die Baulandpreise in einer Höhe, dass niemand mehr bauen könnte. Im Wesentlichen habe die Raumordnung funktioniert. Bei einem 100-jährigen Hochwasser gebe es einfach Schäden, so Eisl. (APA)