Saverne - Die französische Polizei hat in einer Wohnung im Elsass eine Munitionswerkstatt und rechtsextreme Schriftstücke entdeckt. Rund 16.000 selbstgebastelte Patronen, 14.000 Sprengköpfe, 9850 Zünder und 20 Schusswaffen wurden in der Wohnung in Mutzig bei Straßburg beschlagnahmt, wie ein Sprecher der zuständigen Staatsanwaltschaft in Saverne am Donnerstag mitteilte. Ferner entdeckten die Beamten eine "umfangreiche Sammlung" von Dokumenten mit rechtsextremer Propaganda. Gegen die Bewohner, ein junges Paar, leitete die Justiz ein Ermittlungsverfahren unter anderem wegen unerlaubten Besitzes von Waffen und Munition ein. Den Angaben zufolge befanden sich in der Wohnung außerdem acht Kilo Sprengpulver und 8000 Geschosshülsen. Es sei zu fürchten, dass Munition und Waffen für rechtsextreme Gruppen bestimmt waren, sagte Untersuchungsrichter Jean-Luc Jaeg. Er schloss auch nicht aus, dass das Paar bereits einschlägige Gruppen beliefert hat. Das Paar sei bereits 1996 wegen Verstoßes gegen das Rauschmittelgesetz mit der Justiz in Berühung gekommen. Dagegen habe es hisher keine Hinweise auf etwaige Aktivitäten der beiden in rechtsextremen Kreisen gegeben. Beide Verdächtige hatten Jaeg zufolge einen Waffenschein und waren Mitglied in einem örtlichen Schützenverein.(APA)