Washington - Die USA wollen einen demokratischen Machtwechsel in Simbabwe. Man berate mit anderen Staaten der Region und auf der ganzen Welt über eine Unterstützung des Demokratisierungsprozesses und freier Wahlen, sagte der stellvertretende Sprecher des Außenministeriums, Philip Reeker, am Donnerstag in Washington. Washington habe zudem Kontakt zu zahlreichen Gruppen der Zivilgesellschaft in Simbabwe. "Wir werden weiter mit diesen Gruppen zusammenarbeiten, damit die Stimme des Volkes gegenüber der Maßlosigkeit des Regimes von (Präsident Robert) Mugabe gehört wird", sagte Reeker. Mugabe hatte im März nach mehr als 20-jähriger autoritärer Herrschaft erneut die Präsidentschaftswahl gewonnen. Das Ergebnis von 56,2 Prozent für seine Partei ZANU-PF wurde aber von der Opposition und in vielen Staaten als manipuliert angesehen. Auch die USA sehen die Wiederwahl Mugabes als gefälscht an. Der Commonwealth schloss Simbabwe aus Protest für ein Jahr aus. Der greise Mugabe (78) sorgt derzeit vor allem mit der Enteignung und Vertreibung weißer Farmer für internationales Aufsehen. Simbabwe wird von einer Hungersnot erschüttert. Das enteignete Land kommt allerdings nicht den schwarzen Landarbeitern zu gute. (APA)