Amsterdam - Die niederländische Telekommunikationsgruppe KPN hat die Vermögenswerte ihres insolventen Gemeinschaftsunternehmens KPNQwest in Deutschland übernommen. Darin enthalten sei ein Glasfaserkabel-Netzwerk von 3.500 Kilometern Länge, teilte KPN am Donnerstag in Amsterdam mit. KPN will nach eigenen Angaben 55 der insgesamt 118 Mitarbeiter in Deutschland weiter beschäftigen. Der niederländische Konzern, der KPNQwest gemeinsam mit dem US-Telekomunternehmen Qwest Communications vor drei Jahren gegründet hatte, nannte keine finanziellen Einzelheiten. KPN hatte im Juli die Vermögenswerte von KPNQwest in den Niederlanden für mehrere Millionen Euro übernommen. KPNQwest hatte sich beim Aufbau eines europäischen Datennetzes hoch verschuldet und steht seit dem Insolvenzantrag im Mai unter Konkursverwaltung. Die Vermögenswerte von KPNQwest, deren Marktwert vor zwei Jahren in der Spitze rund 42 Mrd. Euro betrug, haben bisher rund 50 Mill. Euro erbracht. "KPN ist immer noch in Gesprächen mit lokalen Empfängern in Belgien und in Großbritannien über Teile des Netzwerks in diesen Ländern", heißt es in der Mitteilung weiter. (APA/Reuters)